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![]() "Das Schwierigste am Leben ist, Herz und Kopf dazu zu bringen, zusammenzuarbeiten" (Woody Allen) |
Krisenintervention & CISM Krisenintervention
ist die Beratung und Begleitung von Personen, die durch ein unerwartet von außen auf sie einwirkendes Ereignis in eine psychische Belastungssituation geraten (z.B. Arbeitsplatzverlust, Unfall, Verlust eines Partners, Diagnose einer schweren Krankheit, Katastrophen, etc…).
Die 4 Phasen einer Krise
Es können 4 Phasen der Krise unterschieden werden:
1. Akute Krise - psychischer Schockzustand, Lähmung, „Wie ein böser Traum“ - Dauer normalerweise 1-2 Tage
2. Reaktion - Das Ereignis wird als real wahrgenommen, es werden erste Lösungsmöglichkeiten und Auswege bzw. Hilfe gesucht, die Betroffenen beginnen wieder zu „funktionieren“, manchmal kommt es zu starker evtl. auch übermäßiger Aktivität, evtl. Neigung zu unüberlegten Handlungen z.B. Suizidversuch.
3. Bearbeitung - Es entsteht der Wunsch, langsam wieder in einen „normalen“ Lebensrhythmus zu kommen. Ist keine adäquate Bearbeitung möglich, kann es auch zu einer Blockierung kommen – z.B. bei Verdrängung („Vergessen“) mit Hilfe von Alkohol, Drogen oder Medikamenten. (Mögliche Folgen einer Blockierung können Schlafstörungen, wiederkehrende Flash Backs, Alkoholismus, psycho-somatische Erkrankungen etc… sein.)
4. Integration und Neuorientierung - Das Ereignis wird als das schlimme Erlebnis, das es ist, akzeptiert und in die Geschichte der betroffenen Person integriert. Die Erarbeitung von neuen Zukunftsperspektiven wird möglich.
Was tun im Notfall?
Was können Sie tun, wenn jemand, den Sie kennen, sich in einer akuten Krisensituation befindet?
· !!! SUIZIDANDROHUNGEN UNBEDINGT ERNST NEHMEN !!! Verständigen Sie ggf. die Rettung unter der Notrufnummer 144
· Zuhören, „da sein“, das Leid der Betroffenen respektieren.
· Sie können evtl. dringende organisatorische Dinge (Kinder abholen, Lebensmittel einkaufen, Behördenwege, etc…) übernehmen, wenn der/die Betroffene das als hilfreich empfindet.
· Achten Sie insbesondere bei länger andauernden Krisen darauf, dass Sie sich selbst nicht mehr zumuten als Sie aushalten! Organisieren Sie wenn nötig professionelle Hilfe.
In den Phasen 1&2 ist oft eine intensive Betreuung notwendig, die durch mich als Einzelberaterin nicht abgedeckt werden kann. Sollten Sie oder jemand, den Sie kennen in einer solchen Situation sein, können sie bei den folgenden Institutionen Unterstützung und Hilfe bekommen:
Rettung 144
Telefonseelsorge 142
Sozialpsychiatrischer Notdienst 01/31 330
Kriseninterventionszentrum Wien 01/406 95 95 (Mo-Fr 10-17h)
In den Phasen 3&4 (Bearbeitung, Integration und Neuorientierung) kann eine systemische Beratung zur Stärkung der eigenen Ressourcen und in der Folge zur Erweiterung und Veränderung des persönlichen Blickwinkels hilfreich sein. Dabei unterstütze ich Sie gerne.
CISM (dt.: SvE)
Critical Incident Stress Management (dt.: Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen)
wurde von Jeffrey T. Mitchell in den 1990er Jahren als Methode zur Betreuung von Einsatzkräften nach Einsätzen mit besonders hoher psychischer Belastung (z.B. Kinderreanimation, schwere Verletzung oder Tod eines Kollegen im Dienst, Katastropheneinsätze, etc…) etabliert, um posttraumatische Spätfolgen zu vermeiden bzw. zu verringern. Dabei wird insbesondere die psychische Situation von Einsatzkräften, die sich von der von „Normalbürgern“ unterscheidet, berücksichtigt.
Peer-Teams aus speziell ausgebildeten Mitarbeitern (Peer = Kollege) mit Unterstützung von Notfallpsychologen wurden in den letzten Jahren bei den meisten Einsatzorganisationen gegründet und waren auch schon in verschiedenen Situationen im Einsatz (z.B. nach der Katastrophe in Kaprun, nach dem Hochwasser 2002 oder nach der Tsunami - Katastrophe 2004). Neben den Großereignissen wird bei einigen Organisationen auch ein Bereitschaftsdienst aufrechterhalten, um auch die Betreuung der Einsatzkräfte nach belastenden Einsätzen im Regeldienst sicherzustellen.
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